Einladung Chor-Konzert und Klang-Bild-Performance „Spiegel im Spiegel“ am 21.10.17

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Einladung

Chor-Konzert und Klang-Bild-Performance

„Spiegel im Spiegel“

Singverein Oldenburg e.V. unter der Leitung von Svetlana Gelbard

Bilder von Dirk Beckedorf

am Samstag den 21.10.2017 um 18:00 Uhr

in der Ohmsteder Kirche in Oldenburg

 

Es werden dabei Werke von Arvo Pärt und Arthur Schnittke vorgetragen.

„Spiegel im Spiegel“ so der Titel einer Komposition des Esten Arvo Pärt (geb.1935), gleichzeitig Namensgeber für das diesjährige Konzert und in seinem Zentrum stehend, folgt der Idee und dem Konzept, der heutigen Hektik des Alltages, seiner Schnelllebigkeit und Angespanntheit musikalische Möglichkeiten zu Ausgleich, Reflexion und Selbstwahrnehmung entgegenzusetzen. Diesem Konzept sind auch die Kompositionen von Alfred Schnittke (1934-1998) verpflichtet, von dem, die Stücke Pärts reflektierend, ebenfalls Werke zu hören sein werden.

So wie sich Ringe auf einer Wasseroberfläche gleichmäßig nach allen Seiten ausbreiten, so geben auch die Werke beider Komponisten Impulse, die von einem Zentrum aus nach außen wirken. Dadurch entsteht ein Resonanzraum, in dem sie miteinander und mit dem Zuhörer kommunizieren.

Den Aufbau des Konzertes kann man mit darstellender Kunst vergleichen. Beide bilden eine sphärische Form aus, in der sich Zeit und Raum bis zur Unendlichkeit öffnen. Der Mensch steht im Zentrum dieser Form – von Angesicht zu Angesicht mit seinem Selbst. Und so findet er in einem Prozess der Selbsterkennung den Weg in das eigene Innerste. Grundvoraussetzung aber dafür, dass dieser Prozess in Gang kommen kann, sind Ruhe und Stille, seelische Balance und entspannte Zufriedenheit gebündelt in höchster Konzentration. Dies deutlich werden zu lassen, ist die Intention des Konzertes.

Während des Konzerts werden Bilder von Dirk Beckedorf in der Kirche ausgestellt. Bilder und Musik können sich in Auge und Ohr des Betrachters zu einer synästhetischen Einheit zusammenfügen.
Weiß-glänzende Birkenstämme mit geradezu haptisch fassbarer Rindenstruktur und die zarten Birkenzweige wirken vor freien Bildgründen, die den Assoziationen des Betrachters freien Raum lassen. Durch die Gegensätze von Form und Raum wird die Tiefe und Weite des Hintergrunds spürbar. Es ist der Raum, aus dem alles kommt und wieder geht, vergleichbar der Stille in der Musik.

Birkenbild